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Elterngeld


Im Gesetz zum Elternzeit und zur Elternzeit (BEEG), das zum 1.1.2007 eingeführt wurde, ersetzt das neu eingeführte Elterngeld das bis dahin gezahlte Erziehungsgeld. Das neue Elterngeld wird für Kinder, die nach dem 1.1.2007 geboren wurde gezahlt. Für Kinder, die vor dem 1.1.2007 geboren wurden, erhielten die Eltern nach wie vor das Erziehungsgeld.

 

Das Erziehungsgeld stellte eine Pauschale dar, die ein Elternteil zwei Jahre lang für das Erziehen der Kinder zu Hause erhalten konnte. Die Pauschale betrug zuletzt 300 EUR pro Kind. Es gab eine Einkommensgrenze, oberhalb deren kein Erziehungsgeld bezahlt wurde.

 

Das Elterngeld hingegen wird gehaltsabhängig berechnet. Für Kinder, die bis zum 31.12.2012 geboren wurden, wird das Elterngeld auf der Basis des Nettoeinkommen berechnet. Diese Regelung wird nun ab 2013 geändert: Für Kinder, die ab dem 1.1.2013 geboren werden, wird das Elterngeld nun auf der Basis des Bruttogehaltes berechnet.

 

 

Das Elterngeld wird maximal 14 Monate gezahlt, wenn beide Elternteile sich an der Kinderbetreuung beteiligen, somit also Elternzeit nehmen. Ein Elternteil kann dabei maximal 12 Monate lang Elterngeld erhalten.

 

Wie bereits erwähnt orientiert sich das Elterngeld an dem monatlich durchschnittlich zur Verfügung stehenden Einkommen. Es beträgt mindestens 300 EUR (auch bei vorher nicht Erwerbstätigen) und maximal 1800 EUR. Da das Erziehungsgeld maximal 300 EUR betrug, ist das Elterngeld nun auch für Erwerbstätige mit höherem Einkommen interessant. Es werden dabei 67 Prozent des nach der Geburt des Kindes wegfallende Einkommen ersetzt. Bei Geringverdienern (d.h. mit einem Einkommen unter 1000 EUR) wird die Ersatzrate schrittweise auf bis zu 100 Prozent erhöht. Konkret heißt das: Der Ersatz des Einkommens wird höher je geringer das Einkommen ist. Demgegenüber sinkt die Ersatzrate des Elterngeldes bei einem Nettoeinkommen ab 1200 EUR von 67 auf 65 Prozent.

 

Den Mindestbetrag von 300 EUR erhalten, die ihre Kinder selbst zu Hause betreuen und dabei maximal 30 Stunden pro Woche arbeiten gehen.

 

Eltern können von dem sogenannten Geschwisterbonus profitieren, wenn sie noch ein weiteres Kind unter drei Jahren oder zwei weitere Kinder unter sechs Jahren haben. Der Geschwisterbonus beträgt dabei 10 Prozent des Elterngeldes, mindestens aber 75 EUR. Bei Mehrlingsgeburten erhalten Eltern pro Kind 300 EUR.

 

Das Elterngeld wird voll auf das ALG II, die Sozialhilfe und auf den Kinderzuschlag angerechnet. War der Elternteil, der Elterngeld beanträgt, vor der Geburt des Kindes erwerbstätig, erhält er (oder sie) einen Elterngeldfreibetrag. Dieser entspricht dem Einkommen vor der Geburt, maximal 300 EUR.

 

Das Elterngeld entfällt bei einem Einkommen über 500.000 EUR bzw. 250.000 EUR (bei Alleinerziehenden) pro Jahr.

 

 

Wer darf Elterngeld beziehen?

 

Die Mütter und Väter, die ihr Kind selbst betreuen und erziehen haben Anspruch auf Elterngeld, dabei muss das Kind im eigenen Haushalt leben. Die Eltern dürfen nicht mehr als 30 Stunden in der Woche arbeiten gehen und ihren Wohnsitz - oder "gewöhnlichen Aufenthalt" - in Deutschland haben. Darüber hinaus können aber auch Ehe- und Lebenspartner/-innen Elterngeld beziehen, auch wenn es nicht ihre eigenen Kinder sind. Dabei gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei den leiblichen Eltern. Für angenommene Kinder gewährt der Staat sogar 14 Monate Elterngeld. Diese Frist beginnt mit dem Tag der Aufnahme in die Familie und der Anspruch darauf endet mit dem achten Lebensjahr. Wenn die Eltern des Kindes selbst schwer krank, behindert oder verstorben sind, können auch Verwandte dritten Grades (Großeltern, Urgroßeltern, Onkel und Tanten ebenso wie Geschwister) Elterngeld beziehen, wenn sie das Kind selbst in ihrem Haushalt betreuen und erziehen. Da das Jugendamt für die Lebenshaltungskosten von Pflegekindern aufkommt, besteht in diesem Fall kein Anspruch auf Elterngeld.

 

Auch Auszubildende und Studierende haben einen Anspruch auf Elterngeld. Sie müssen dafür weder ihre Ausbildung abbrechen noch müssen sie sich an die 30-Stunden-Frist wie Erwerbstätige halten, die sie für ihre Ausbildung und ihr Studium aufwenden. Das gilt jedoch nicht für Nebenjobs.

 

Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie zahlreiche Informationen zum Thema Elterngeld.